20. April 2021
MIBRAG informierte Stadt- und Gemeinderäte von Groitzsch und Neukieritzsch über Zukunftsprojekte im Revier / Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain ist ein Windpark mit 17 leistungsstarken Windenergieanlagen geplant

Zeitz/Neukieritzsch. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) stellte am 19. April 2021 das Projekt Windpark Breunsdorf im Tagebau Vereinigtes Schleenhain den Stadt- und Gemeinderäten von Groitzsch und Neukieritzsch (Landkreis Leipzig) vor. Damit leitet das Bergbauunternehmen die Transformation zu einem modernen Energiedienstleister auf Basis erneuerbarer Energien in der mitteldeutschen Region ein. Dr. Kai Steinbach, Kaufmännischer Geschäftsführer, erklärte: „Wir machen uns auf den Weg mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien in unserem Portfolio. Der Windpark Breunsdorf ist dabei ein wichtiger Meilenstein. Aber das ist nur ein Anfang. Unsere Zukunft liegt in der Nutzung und Veredlung von grünem Strom. Der Weg dazu führt über die Herstellung von Wasserstoff“.

Auf einer Gesamtfläche von 275 Hektar wird auf der Innenkippe des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain, südlich der neuen B 176 zwischen Neukieritzsch und Groitzsch, der neue leistungsstarke Windpark entstehen. Geplant sind 17 Windturbinen der 6-MW-Klasse, die zu den modernsten Turbinentechnologien am Markt gehören. Der Windpark mit einer Kapazität von 102 MW und einer jährlichen Stromerzeugung von etwa 230 GWh soll ab 2024 Strom liefern.

Voraussetzung für das Projekt mit einer Investitionssumme von etwa 100 Millionen Euro war die Ausweisung der Fläche auf der Innenkippe des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain als Windvorrang- und Eignungsgebiet. Derzeit bereitet MIBRAG den BImSchG-Antrag vor. Im Anschluss an die Erteilung der Genehmigung sollen ab Anfang 2023 die ersten Infrastrukturmaßnahmen beginnen. Die faunistischen Untersuchungen, die für das Immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren erforderlich sind, hat MIBRAG auf der Vorhabenfläche bereits durchgeführt.

Der Windpark Breunsdorf ist Teil des MIBRAG-Zukunftsprojektes „Erneuerung MIBRAG im Revier“ (EMIR). Dabei soll dieser nach den Plänen des Bergbauunternehmens ein wichtiger Baustein für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens werden.

Die 1994 gegründete MIBRAG mit Sitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt) betreibt die Tagebaue Profen (Sachsen-Anhalt) und Vereinigtes Schleenhain (Sachsen). Sie beliefert die beiden Großkraftwerke Schkopau und Lippendorf sowie Heizkraftwerke und Industriebetriebe in Chemnitz und Zeitz mit Kohle. Weitere Geschäftsfelder sind die Produktion und der Verkauf von Strom, Fernwärme sowie Braunkohlenstaub. Mit über 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt MIBRAG zu den größten Arbeitgebern im Süden von Sachsen-Anhalt.

Windräder am Tagebau Schleenhain Foto: Rainer Weisflog

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