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Umsiedlung

Die Braunkohlengewinnung im Tagebau ist unvermeidlich verbunden mit Eingriffen in die Natur und Landschaft – manchmal auch in bestehende Siedlungs- und Infrastrukturen. MIBRAG war und ist sich der großen Verantwortung bewusst, die mit diesem schwierigen Prozess einhergeht.

Diese oft langwierige Entwicklung erfordert einen angemessenen Interessenausgleich zwischen energiewirtschaftlichen, arbeitsmarktpolitischen, sozialen und umweltbezogenen Belangen. Auf Grundlage von landesplanerischen und bergrechtlichen Genehmigungsverfahren sind die betroffenen Bürger sowie Vertreter aus Politik und den Braunkohlenunternehmen an der konkreten Ausgestaltung gleichsam beteiligt. Die Umsiedlungen der Gemeinden Schwerzau und Großgrimma sowie Heuersdorf im MIBRAG-Revier machen deutlich, dass die notwendigen Eingriffe für den Einzelnen und die Gemeinschaft sozialverträglich gestaltbar sind und letztlich für die Beteiligten auch eine neue Chance sein können.

Umsiedlung Pödelwitz

Ein Großteil der Einwohner von Pödelwitz signalisierte 2009, dass sie unter Berücksichtigung der Entwicklung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain eine Umsiedlung bevorzugen würden. Daraufhin begann unter externer Moderation ein umfassender Dialog zwischen der Stadt Groitzsch, den Pödelwitzern und MIBRAG. Im Ergebnis sprachen sich 90 Prozent der 130 Einwohner von Pödelwitz für eine Umsiedlung aus.

2012 unterzeichneten die Stadt Groitzsch und MIBRAG den Grundlagenvertrag zur Umsiedlung der Ortslage Pödelwitz sowie einen Nachbarschaftsvertrag. Damit wurden die Voraussetzungen für die freiwillige Umsiedlung geschaffen. Über eine Inanspruchnahme der Ortslage wird erst mit dem Planfeststellungsbescheid zum Änderungsvorhaben des bestehenden Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain und dem dann folgenden Hauptbetriebsplan entschieden.

Derzeit bereitet sich MIBRAG auf das Änderungsvorhaben des bestehenden Rahmenbetriebsplanes für den Tagebau Vereinigtes Schleehain mit den Abbaufeldern Schleenhain, Peres und Groitzscher Dreieck vor. Ein erster Schritt dazu ist die Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU), die alle zu bewertenden Schutzgüter wie Menschen, Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft und Kulturgüter erfasst. Die UVU ist ein integrierter Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens, geht aber dem eigentlichen Genehmigungsverfahren voraus. Erst nach Abschluss der UVU beginnt ein umfangreiches bergrechtliches Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Zum Änderungsvorhaben und damit zum Gegenstand des Antrages gehört unter anderem die Erweiterung der Rahmenbetriebsplangrenze zur Inanspruchnahme der Ortslage Pödelwitz.

Rahmenbetriebsplan für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain