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Ein Ausstieg in 2038 ist zu früh – Planungssicherheit ist nicht gegeben

MIBRAG zu den Empfehlungen der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung

Zeitz. „Der vorzeitige Ausstieg aus der Braunkohleverstromung ist ein harter Schlag für die Region, unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter. Neben den Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit und die Strompreise ist damit vor allem der Verlust von gut bezahlten Industriearbeitsplätzen verbunden“, so die erste Reaktion von Armin Eichholz, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG. Die Geschäftsführung des mitteldeutschen Bergbauunternehmens prüft derzeit intensiv den Bericht der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung hinsichtlich der Auswirkungen im Mitteldeutschen Revier. „Das frühe endgültige Auslaufen bis 2038 ist in Anbetracht der für den Strukturwandel notwendigen Zeit zu ambitioniert. Die vorgeschlagene Überprüfung für ein mögliches Vorziehen des Ausstiegsdatums ist im Hinblick auf die notwendige Sicherheit für unsere Mitarbeiter und die Tagebauplanung nicht akzeptabel. Planungssicherheit sieht anders aus. Die Empfehlungen der Kommission sehen wir daher als Grundlage für weitere Gespräche mit der Landes- und Bundesregierung“, erklärt Armin Eichholz.

 

Im Fokus werden die besondere Stellung von MIBRAG als Braunkohleförderer und die Auswirkungen von Kraftwerksstilllegungen auf das Unternehmen und die Region stehen. MIBRAG fördert bis zu 18 Millionen Tonnen Braunkohle im Jahr in den Tagebauen Vereinigtes Schleenhain in Sachsen und Profen in Sachsen-Anhalt, die vor allem in den Kundenkraftwerken Lippendorf bei Leipzig und Schkopau bei Halle/Saale verstromt werden.

 

Bei MIBRAG arbeiten direkt 1.860 Mitarbeiter, in der MIBRAG-Gruppe sind insgesamt 2.660 Mitarbeiter beschäftigt. Im Durchschnitt sichert ein direkter Arbeitsplatz in der Braunkohleindustrie indirekt zwei weitere Arbeitsplätze in anderen Branchen. Armin Eichholz unterstreicht: „Da wir vorrangig mit Kunden, Dienstleistern und Lieferanten aus der Region zusammenarbeiten, sind auch insbesondere hier negative Effekte zu erwarten. Um einen Strukturbruch wie in den 1990er Jahren zu verhindern, müssen zeitnah alternative Beschäftigungsmöglichkeiten aufgebaut werden. Aber genau dafür sind nicht nur finanzielle Mittel, sondern intelligente Konzepte und vor allem realistische Zeiträume eine Grundvoraussetzung. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein Strukturwandel im Industrieland Deutschland nur mit einer robusten industriellen Basis gelingen kann. MIBRAG will Teil der Transformation sein und bringt sich mit Know-how und Projekten ein.“


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