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Presseinformationen

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Zukunftsperspektiven in Einklang mit stabiler Wertschöpfung

MIBRAG präsentierte sich auf der gemeinsamen Wirtschaftskonferenz des Burgenlandkreises und Saalekreises/Wirtschaft und Politik diskutierten über Strukturentwicklung

Zeitz/Naumburg. „In einem modernen Industrieland sind Netzstabilität und die sichere, preisstabile Versorgung mit Energie grundlegende Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaft. Unternehmen und Bürger vertrauen darauf. Wenn die regenerativen Energien bis 2050 nahezu vollständig unsere Energieversorgung sichern sollen, brauchen wir die dafür notwendigen technischen Lösungen. Diese sind weder heute vorhanden noch sehe ich diese in den nächsten Jahren in der erforderlichen Größenordnung kommen. Ohne technische Lösungen für Stromspeicherung und -transport werden sich bei einem weiteren Zubau von erneuerbaren Energien die Probleme im Rahmen der Energiewende noch verschärfen. Und die Erneuerbaren stehen eben nicht konstant und sicher zur Verfügung, wenn Energie gebraucht wird“, erklärte Dr. Armin Eichholz, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG, auf der gemeinsamen Wirtschaftskonferenz des Burgenlandkreises, des Saalekreises, der Stadt Merseburg und der Hochschule Merseburg in Naumburg.

 

Unter dem Motto „Mit Energie in die Zukunft“ diskutierten am 9. April 2018 Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises und weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Im Fokus stand die Strukturentwicklung unter dem Einfluss von Energiepolitik und Energiewende. Der Burgenlandkreis und der Saalekreis sind zwar Vorreiter bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, doch konventionelle Energien, insbesondere Braunkohle, sind weiterhin unerlässlich für eine stabile und preisgünstige Versorgung. Energieintensive Unternehmen, wie die Zuckerindustrie und die chemische Industrie, setzen auf sichere und bezahlbare Energieversorgung aus der Braunkohle.

 

Dr. Armin Eichholz führte weiter aus, dass es natürlich notwendig ist, strukturunterstützende Maßnahmen und Projekte zu initiieren und Industriearbeitsplätze zu schaffen. Allerdings sollte klar sein, dass der Beitrag von MIBRAG für die direkte regionale Wertschöpfung stabil bei 300 bis 400 Millionen Euro pro Jahr liegt. Tausende von Arbeitsplätzen hängen an der Kohle in Mitteldeutschland bei MIBRAG direkt, indirekt bei Kunden, bei Zulieferern, Handwerkern und Gewerbetreibenden. Jahr für Jahr setzt das Bergbauunternehmen Millionen von Euro für modernste technische Lösungen und den Umweltschutz ein, investiert in moderne Arbeitsplätze und effiziente Anlagen. Weitsichtige und kluge Strukturpolitik ist dadurch geprägt, dass sie kontinuierlich etwas Zusätzliches schafft, ohne Bewährtes ohne Not einzureißen. 

 

„Mitte dieses Jahrhunderts kommt die Braunkohle an ihr natürliches Ende. Auch in Mitteldeutschland sind die erschlossenen Lagerstätten in den 2040er Jahren erschöpft und ich sehe bis dahin keine vernünftige Alternative für die heimische Braunkohle“, erläuterte Dr. Armin Eichholz und forderte: „Unsere Erwartung ist, dass die neue Bundesregierung ausgewogene Positionen in Bezug auf die Energie- und Klimapolitik einnehmen wird. Wir benötigen als Bergbauunternehmen stabile politische Rahmenbedingungen sowie Planungs- und Investitionssicherheit. Meine Hoffnung ist, dass Klimaschutzpolitik nicht einseitig zu Lasten der Braunkohle verfolgt wird.“


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