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Archäologen untersuchen reiche Fundlandschaft

Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) übergibt neue Arbeitsstelle an Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA)

Dresden/Zeitz. Seit acht Jahren untersucht das LfA im Abbaufeld Peres des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain im Vorfeld  die im Boden verborgenen Hinterlassenschaften unserer Vorfahren.

MIBRAG und das Landesamt für Archäologie arbeiten dabei eng zusammen: Das Landesamt für Archäologie Sachsen stellt Archäologen und ausgebildete Fachkräfte, MIBRAG unterstützt mit Gerätschaften oder personeller Hilfe. Damit die Archäologen kurze Wege haben, Arbeitsmaterial sicher lagern und Büroarbeiten komfortabel erledigen können, stellt  MIBRAG darüber hinaus  eine Arbeitsstelle bereit.

„Mit Unterstützung  des Bergbauunternehmens  können wir die reiche archäologische Fundlandschaft im Vorfeld des Braunkohletagebaus wissenschaftlich untersuchen und erforschen“,  sagt Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik. „Wir freuen uns sehr, die hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten in Langenhain gefunden zu haben.“ Ein geräumiger Dreiseithof dient zukünftig als Operationsbasis für die archäologischen Untersuchungen der kommenden Jahre.

„Der Bergbau bietet den Archäologen die einmalige Chance, Zeitfenster unserer Geschichte zu öffnen“, erläutert Dr. Kai Steinbach, Kaufmännischer Geschäftsführer MIBRAG. Darüber hinaus fördere das Unternehmen die Stiftung  „Pro Archaeologia Saxoniae“ und deren  wissenschaftliche Forschungen. 

 

Hintergrund:

Das Abbaufeld Peres ist eine reichhaltige archäologische Fundstelle  mit Hinterlassenschaften aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte. Bisher wurden auf 52 archäologisch untersuchen Flächen weit über 300.000 Funde gemacht. Zu den herausragenden Funden aus dem aus dem Tagebaufeld Peres zählen die 7.000 Jahre alten jungsteinzeitlichen Siedlungsplätze der ersten Ackerbauern und Viehzüchter. Mehrere erhaltene Holzbrunnen erlauben nicht nur Einblicke in die Umwelt der damaligen Siedler, sondern datieren im besten Fall jahrgenau die Errichtungszeit der Bauwerke.

Generell bietet die systematische Untersuchung eines Kleinraumes ideale Voraussetzungen, um komplexe Siedlungsvorgänge zu erforschen. Die „Archäologie der großen Fläche“ ermöglicht nicht nur einen begrenzten Blick in die Vergangenheit, sondern bietet den Forschern ein ganzes Panorama.
 

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