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Mit neuer Struktur in die Zukunft

MIBRAG stellt Produktion des Industriekraftwerkes Deuben bis Ende 2021 ein/Zuschlag bei der Auktionierung der Bundesnetzagentur ermöglicht sozialverträgliche Lösungen

Zeitz/Deuben. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) hat auf Grundlage des 2020 durch die Bundesregierung beschlossenen Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG) an der zweiten Runde des Auktionsverfahrens für die vorzeitige Stilllegung von Kraftwerkskapazitäten teilgenommen und einen Zuschlag erhalten. Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Umbau des Unternehmens und die Ausrichtung auf die Zukunft.

Mit der am 1. April 2021 bekannt gewordenen Entscheidung der Bundesnetzagentur ist eine sozialverträgliche Außerbetriebnahme des Kraftwerks über den Zugang zu Anpassungsgeld (APG) für dort Beschäftigte möglich, die zum Stilllegungszeitpunkt älter als 58 Jahre und nicht älter als 63 sind. Alle jüngeren Mitarbeiter erhalten Angebote für alternative Beschäftigungsmöglichkeiten im Unternehmen. Auf der Basis des Zuschlags wird das Kraftwerk Deuben bis Ende 2021 seine Produktion einstellen. Der Abschluss einer Eckpunktevereinbarung zwischen dem Unternehmen und der IG BCE war eine Voraussetzung für die Teilnahme an dem Bieterverfahren.

Durch das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz verkürzt sich die Laufzeit des von MIBRAG mit Kohle belieferten Kraftwerks Lippendorf auf Ende 2035. Mit der zu Jahresbeginn angepassten Bergbauplanung für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain wird diesem Umstand sowie der veränderten Situation am Energiemarkt mit geringeren Kohle-Absätzen Rechnung getragen.

Im Ergebnis der geänderten Planung geht der sozialverträgliche Personalabbau mit etwa 400 Arbeitsplätzen bis Anfang 2022 über die Stilllegung des Standortes Deuben hinaus. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Dr. Armin Eichholz betont: „Die gemeinsamen Ziele, die sowohl für die Geschäftsführung als auch für den Betriebsrat im Mittelpunkt stehen, lauten: Ausrichtung des Unternehmens auf die Zukunft, Anpassung des Kerngeschäfts auf den künftigen Bedarf und Expansion in neue Geschäftsfelder. Aber Niemand fällt ins Bergfreie.“ Volker Jahr, Betriebsratsvorsitzender, unterstreicht: „Die Grundlagen dafür hat die Mitbestimmung mit Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen geschaffen."                                                                         

Die 1994 gegründete MIBRAG mit Sitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt) betreibt die Tagebaue Profen (Sachsen-Anhalt) und Vereinigtes Schleenhain (Sachsen). Das Unternehmen beliefert die beiden Großkraftwerke Schkopau und Lippendorf sowie Heizkraftwerke und Industriebetriebe in Chemnitz und Zeitz mit Kohle. Weitere Geschäftsfelder sind die Produktion und der Verkauf von Strom, Fernwärme sowie Braunkohlenstaub. Mit über 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt MIBRAG zu den größten Arbeitgebern im Süden von Sachsen-Anhalt.

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