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Schätze aus der Steinzeit

Die neuesten archäologischen Funde aus dem Steinzeitbrunnen von Droßdorf präsentierte das Sächsische Landesamt für Archäologie gemeinsam mit MIBRAG in einem Pressetermin am 16.8.2018 in Großstolpen. Im Beisein der Bürgermeister Maik Kunze und Thomas Hellriegel erläuterten Dr. Regina Smolnik, Landesarchäologin des Freistaats Sachsen, und Dr. Harald Stäuble, Referatsleiter Großprojekte, Landesamt für Archäologie Sachsen, die Besonderheit und herausragende Bedeutung der Funde.

 

Im Jahr 2014 stießen die Archäologen des Landesamts für Archäologie Sachsen bei Droßdorf im Vorfeld des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain auf zwei sensationell gut erhaltene Brunnen aus der Jungsteinzeit. Die seltenen Funde wurden im Ganzen, als Tonnen schwere Blöcke, zur weiteren Freilegung in eine Lagerhalle in Großstolpen gebracht. Hier wird derzeit der größere der Brunnen förmlich mit dem Zahnarztbesteck freipräpariert, dabei gibt er langsam immer mehr seiner Geheimnisse preis. Nun stießen die Archäologen in seinem nassen Sediment auf gut erhaltene Keramikgefäße, die in der Zeit seiner Nutzung vor über 7.000 Jahren irgendwie in den Schacht gekommen sein müssen. Zwei dieser Gefäße sind mit einem auffälligen Intarsiendekor geschmückt, bei dem zierliche Baststreifen in eine Pechummantelung eingelegt wurde. Die Machart ist Beleg für die außerordentliche Kunstfertigkeit und den ästhetischen Geschmack unserer Vorfahren. Bevor die ebenso seltenen wie kostbaren Funde entnommen und in die Restaurierungslabors nach Dresden gebracht werden, wurden sie noch in der Fundsituation  - in situ – präsentiert.

 

Der Brunnen von Droßdorf wurde mit Hilfe der Jahresringanalyse seiner Bauhölzer auf das Jahr 5134 v.Chr. datiert. Er zählt damit zu den ältesten erhaltenen Holzbauwerken Europas.


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