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MIBRAG steht zur Energiewende

Michael Kretzschmer, Sachsens Ministerpräsident, besuchte am 26. März 2018 den Landkreis Leipzig. Eine Station seiner Reise war MIBRAG. In den Gesprächen mit Mitarbeitern und der Geschäftsführung ging es um die gegenwärtige Situation des Unternehmens und der Braunkohle, um die Bedeutung von MIBRAG als Arbeitgeber sowie um die Voraussetzungen für einen Strukturwandel. 

 

Dr. Armin Eichholz, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärte: „In einem modernen Industrieland sind Netzstabilität und die sichere, preisstabile Versorgung mit Energie grundlegende Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaft. Unternehmen und Bürger vertrauen darauf. Wenn die regenerativen Energien bis 2050 nahezu vollständig unsere Energieversorgung sichern sollen, brauchen wir die dafür notwendigen technischen Lösungen. Diese sind aus meiner Sicht heute noch nicht vorhanden. Ohne technische Lösungen für Stromspeicherung und -transport werden sich bei einem weiteren Zubau von erneuerbaren Energien die Probleme im Rahmen der Energiewende noch verschärfen. Und die Erneuerbaren stehen eben nicht konstant und sicher zur Verfügung, wenn Energie gebraucht wird. Wir stehen zur Energiewende, sehen uns als Partner dieses gesellschaftlichen Prozesses. Das schließt ein, dass CO2-Emissionen global reduziert werden, aber nicht nur die Energiewirtschaft, auch andere Sektoren müssen ihren Beitrag dazu leisten.

 

Der Beitrag von MIBRAG für die direkte regionale Wertschöpfung beträgt etwa 400 Millionen Euro pro Jahr. Tausende von Arbeitsplätzen hängen an der Kohle in Mitteldeutschland bei MIBRAG direkt, indirekt bei Kunden, bei Zulieferern, Handwerkern und Gewerbetreibenden. Jahr für Jahr setzen wir Millionen von Euro für modernste technische Lösungen und den Umweltschutz ein, investieren wir in moderne Arbeitsplätze und effiziente Anlagen.

Mitte dieses Jahrhunderts kommt die Braunkohle an ihr natürliches Ende. Auch in Mitteldeutschland sind die erschlossenen Lagerstätten in den 2040er Jahren erschöpft und ich sehe bis dahin keine vernünftige Alternative für die heimische Braunkohle.

 

Unsere Erwartung ist hoch, dass die neue Bundesregierung ausgewogene Positionen in Bezug auf die Energie- und Klimapolitik einnehmen wird. Wir benötigen als Bergbauunternehmen stabile politische Rahmenbedingungen sowie Planungs- und Investitionssicherheit. Meine Hoffnung ist, dass Klimaschutzpolitik nicht einseitig zu Lasten der Braunkohle verfolgt wird. Es darf heute aus ideologischen Gründen nicht noch einmal wie in den 1990er Jahren zu Strukturbrüchen kommen. Das lehnen wir entschieden ab. Die Transformation des Energiesystems und die gleichzeitige Strukturentwicklung brauchen Zeit, Geld und Innovationen.“

 

Anschließend lud Michael Kretzschmer zum Sachsengespräch in das Kulturhaus Böhlen ein. Auch dort stand der Strukturwandel im mitteldeutschen Braunkohlerevier im Mittelpunkt.


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