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Programm „Unternehmen Revier“ in Mitteldeutschland aufgelegt

 Mit der Übergabe eines Förderbescheids durch das Bundeswirtschaftsministerium an den Burgenlandkreis und die Metropolregion Mitteldeutschland am 19. Juli 2017 in Naumburg ist das Programm „Unternehmen Revier“ in Mitteldeutschland gestartet worden. Damit erhält die Metropolregion als Regionalpartner des Programms im ersten Schritt einen Zuschuss, um bis September 2017 ein regionales Investitionskonzept entwickeln zu können. Dieses soll die strategischen Ziele und Handlungsfelder für den Strukturwandel der Region beschreiben und wird anschließend Grundlage für Ideenwettbewerbe und die Auswahl von Projekten sein. Für „Unternehmen Revier“ stehen aus dem Energie- und Klimafonds für zehn Jahre jährlich vier Millionen Euro zur Verfügung. Einzelmaßnahmen, wie etwa Initiativen zur Qualifizierung, Vernetzung oder Innovationssteigerung können mit maximal 200.000 Euro gefördert werden. Das Modellvorhaben „Unternehmen Revier“ ergänzt bestehende Wirtschaftsförderungen.

Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, unterstrich anlässlich der Übergabe des Förderbescheids, dass der Landkreis auch weiter zur Braunkohle und MIBRAG stehe. Man müsse sich jedoch sehr frühzeitig auf Veränderungen einstellen damit der Strukturwandel nicht zum Strukturbruch führt.

Nach der Übergabe des Förderbescheids besuchten Vertreter des Ministeriums, der Landkreise und der Metropolregion den Aussichtspunkt am Tagebau Profen. Dort informierten der Vorsitzende der Geschäftsführung Dr. Armin Eichholz und  der Betriebsratsvorsitzende Frank Frenzel die Gäste über die Situation bei MIBRAG und die regionale Ausstrahlung des Unternehmens. Dienstleistungen und Material in Höhe von etwa 200 Millionen Euro kauft MIBRAG jedes Jahr bei anderen Firmen und Handwerksbetrieben ein. Hinzu kommen 130 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern der Mitarbeiter von MIBRAG, die in die Region fließen und damit die Wirtschaftskraft stärken. Der Strukturwandel müsse als eine auf Dauer angelegte Aufgabe verstanden werden. Nur so ließen sich Strukturbrüche vermeiden, betonte Dr. Eichholz. MIBRAG leiste bereits heute viel auf diesem Gebiet, um die regionale Entwicklung aktiv zu unterstützen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung unterstrich jedoch, trotz des weiteren Zuwachses an erneuerbaren Energien seien die energetische Nutzung der Braunkohle und flexible Braunkohlenkraftwerke derzeit weiter nötig, um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Solange Alternativen und Speichertechnologien nicht zur Verfügung stünden, dürfe die Debatte um ein Ende der Braunkohle als Energieträger nicht weiter geführt werden.

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