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MIBRAG leitete rechtliche Schritte ein

Nachdem mehrere Personen unberechtigt ein MIBRAG-Grundstück in Pödelwitz betreten hatten und versuchten, die bauhistorischen Untersuchungen an den Gebäuden zu behindern, hat MIBRAG am 27. März 2017 rechtliche Schritte eingeleitet. MIBRAG weist den Vorwurf von Greenpeace entschieden zurück, das Unternehmen würde in Pödelwitz Häuser beschädigen und dem Verfall überlassen.

 

Seit 2016 lässt MIBRAG an Häusern, die das Unternehmen im Rahmen der freiwilligen Umsiedlung von Pödelwitz erworben hat, bauhistorische Untersuchungen durchführen. Diese werden von der Oberen Denkmalschutzbehörde Dresden und der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Leipzig, Sachgebiet Denkmalschutz, begleitet. MIBRAG ist verpflichtet, Denkmalschutzgüter fachgerecht und im ausreichenden Umfang zu erfassen und zu dokumentieren.

 

Zur Erforschung der ursprünglichen und zwischenzeitlichen Bauzustände sind Freilegungsarbeiten an und in den Gebäuden notwendig. Außerdem werden zeichnerische Gebäude- und Dorfansichten erstellt, historische Bauakten ausgewertet, die Häuser fotografiert und vermessen. Das Schutzgut bleibt dabei erhalten. Besonders zu schützende Objekte werden geborgen und für die Öffentlichkeit aufbereitet. Die Ergebnisse der bauhistorischen Untersuchungen werden im Landesamt für Denkmalpflege Dresden aufbewahrt und sind für wissenschaftliche Zwecke einsehbar.

 

Mehrheit der Dorfbewohner ist bereits umgesiedelt

 

Bereits 2009 signalisierte ein Großteil der Einwohner von Pödelwitz, dass sie unter Berücksichtigung der Entwicklung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain eine Umsiedlung bevorzugen würden. Daraufhin begann ein umfassender Dialog zwischen der Stadt Groitzsch, den Pödelwitzern und MIBRAG. Im Ergebnis sprachen sich 90 Prozent der 130 Einwohner von Pödelwitz für eine Umsiedlung aus.

 

Am 16. November 2012 unterzeichneten die Stadt Groitzsch und MIBRAG den Grundlagenvertrag zur Umsiedlung von Pödelwitz sowie einen Nachbarschaftsvertrag. Damit wurden die Voraussetzungen für die freiwillige Umsiedlung geschaffen. Das Recht zum Abbau wird MIBRAG erst mit dem neuen Rahmenbetriebsplan und dem dann folgenden Hauptbetriebsplan erlangen.

 

Bis heute haben 84 Prozent der Eigentümerhaushalte einen Kaufvertrag mit MIBRAG geschlossen und bei weiteren 5 Prozent der Haushalte ist ein Kaufvertrag in Vorbereitung. MIBRAG ist für die baupolizeiliche Sicherung der erworbenen Grundstücke verantwortlich.

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