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„Weniger regulieren, mehr fördern“

Bündnis für Neuausrichtung der Energiewende

Ein breites Bündnis von Industrie- und Energieunternehmen sowie der IG Bergbau, Chemie, Energie setzt sich für eine Neuausrichtung der Energiewende nach der Bundestagswahl ein. Nötig sei eine Politik, die „weniger auf Regulierung als auf die Förderung neuer Energie- und Klimaschutztechnologien“ setze, heißt es in einer Initiative des Innovationsforums Energiewende (If.E), die 30 Partner unterzeichnet haben. Darunter finden sich namhafte Industriekonzerne aus dem DAX ebenso wie die größten deutschen Energieversorgungsunternehmen.

 

„Wir brauchen nach der Bundestagswahl eine spürbare Kurskorrektur bei der Energiewende“, sagt der Vorsitzende des If.E und der IG BCE, Michael Vassiliadis. Diese Erkenntnis sei längst in weiten Teilen von Wirtschaft und Gesellschaft gereift. „Das belegt dieses gemeinsame Papier zentraler Akteure aus Industrie und Energiewirtschaft auf eindrucksvolle Weise.“

 

Die Unterzeichner gehen davon aus, dass die Energiewende „ohne technologische, soziale und wirtschaftliche Innovationen“ nicht gelingen wird. Sie fordern unter anderem einen forcierten Einsatz neuer Technologien, die ergänzend zu den erneuerbaren Energieträgern vorangetrieben werden müssten. Dazu zählen sie beispielsweise eine stärkere Erschließung von Energieeffizienz-Potenzialen oder die Elektrifizierung des Mobilitäts- und Wärmemarktes mittels Sektorenkopplung.

 

Die If.E-Partner setzen sich zudem für eine Befreiung der Stromspeicher von Umlagen und Abgaben ein. Damit die deutsche Industrie ihre Innovationskraft entfalten und in Investitionen umsetzen kann, benötigt sie eine jederzeit sichere und international wettbewerbsfähige sowie umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung. Konventionelle Kraftwerke sind der Anker für die politisch gewünschte vollständige Umstellung der deutschen Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Die Finanzierung der „Erneuerbaren“ wollen die Partner auf den Prüfstand stellen. „Die Finanzierung erneuerbarer Energien alleine durch Umlagen auf den Stromverbrauch erscheint weder sozial gerecht, noch auf Dauer haltbar.“

 

Den Wandel im Mobilitätssektor gelte es auf unterschiedlichen Wegen zu begleiten. So müsse es gelingen, auf dem wachsenden Feld der Elektromobilität durch Innovationen Wertschöpfung in Deutschland zu halten – etwa durch den Aufbau einer inländischen Batterieproduktion oder die Entwicklung leichterer Bauteile durch die Kunststoffindustrie. Parallel sollten andere Zukunftstechnologien wie Brennstoffzellen oder synthetische Treibstoffe vorangetrieben werden.

 

www.innovationsforum-energiewende.de

 

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