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Braunkohle bleibt alternativlos

Gemeinsame Erklärung der Konzernbetriebsräte MIBRAG und LEAG

Derzeit laufen die Sondierungsgespräche zur Jamaika-Koalition. Was dort von den Grünen gefordert wird droht für tausende von Kohlekumpeln und Kraftwerkern zum Alptraum und Absturz in die Perspektivlosigkeit zu werden.


Grund dafür ist das ideologische Beharren auf unrealistische und unerfüllbare nationale Ziele, die nur auf dem Papier existieren. Sie nutzen aber dem Weltklima nichts und schaden den Menschen in unserem Land. Was in Berlin heute offenbar keiner mehr wissen will: das Erreichen des 2020-Klimaschutziels war an Erwartungen an eine Zukunft geknüpft, die völlig anders eingetreten ist, als damals angenommen: Verlängerung der Laufzeiten für Kernenergie, geringes Wirtschaftswachstum und sinkende Bevölkerung. Dann kam alles anders.


Es ist keine Schande, Ziele an die Realität anzupassen. Eine Schande ist es jedoch, diese Realitäten beharrlich zu ignorieren und den Unsinn dann auch noch „Ehrgeiz“ zu nennen. Ein solches „vorwärts immer, rückwärts nimmer“ hatten wir schon einmal in Deutschland. Die Folgen sind bekannt.


Geschichte muss sich nicht wiederholen – wenn man aus ihr lernt. Dennoch sind einige der in Berlin Verhandelnden bereit, für symbolische Erfolge reale Menschen leiden zu lassen. Die Braunkohle soll für das Ego politischer Ideologen den klimapolitischen Heldentod sterben. Dazu sagen wir ganz klar: Nicht mit uns! Die deutsche Braunkohle hat mit der Sicherheitsbereitschaft schon einmal geblutet. Wer glaubt, noch einmal auf unserem Rücken Symbolpolitik machen zu können, hat sich getäuscht.


Zu viel steht auf dem Spiel: Heimische Wertschöpfung, heimische Arbeitsplätze – noch dazu vielfach in strukturschwachen Regionen, in denen die sichere und bezahlbare Stromerzeugung noch auf lange Sicht alternativlos ist. Und wofür das alles? Nur um deutsche Stromerzeugung anschließend durch Importe zu ersetzen, durch Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Osteuropa! Anstatt zu Hause die Moralkeule zu schwingen, muss sich die nächste Bundesregierung endlich für global abgestimmte, Instrumente, Ziele und ihre wirksame Kontrolle einsetzen. Andernfalls wird das Thema Klimaschutz vollends zur Spielwiese für realitätsblinde Ideologen.

 

Gemeinsame Pressemitteilung vom 10.11.2017


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