Diese Website benutzt einen Webanalysedienst und verwendet Cookies. Stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu?

Nachrichten

| Nachrichten

Begegnung im Tagebau

​Mehr als 80 Vertreter von Behörden, Kommunen, Kunden, Zulieferer und Dienstleister folgten der Einladung von MIBRAG zur 5. Begegnung im Tagebau Ende Juni nach Profen und sprachen mit MIBRAG-Mitarbeitern zum Thema „Herausforderung Energiewende – Chancen der Braunkohle“. Im Rahmen einer von Ralf Geißler, Wirtschaftsredakteur MDR, moderierten Podiumsdiskussion waren sich die Diskutanten einig, dass es zur Sicherung der Netzstabilität konventionelle Energieträger wie Kohle und Gas benötige. Aufgrund des fehlenden Netzausbaus und unzureichender Speichersysteme wäre ein schneller Kohleausstieg zu risikobehaftet, zumal im Jahr 2022 die letzten Kernkraftwerke vom Netz gingen. Zu groß sei die Gefahr, dass Strompreise anstiegen und Investitionen ins Ausland verlagert werden.
 
„Deutschland ist kein abgegrenztes System. Klimaschutz ist ein globales Thema“, appellierte der Leiter des Kraftwerkes Lippendorf, Christian Rosin. In China gehe jede Woche ein Kohlekraftwerk ans Netz. Hierzulande sei die Debatte ideologisch geprägt, es gehe nicht um Fakten“, beklagte Mathias Seitz, Professor für Verfahrenstechnik der Hochschule Merseburg. Man reite auf dem Thema CO2 rum, um die Kraftwerke abzuschaffen. Dabei sei Biogas ebenso wenig umweltfreundlich, da Methangas entweiche. Auch das Recycling von Windkraftanlagen sei ein Umweltthema, für das es noch keine Lösung gäbe. Strom, Gas, Wärme - zur Erreichung der Klimaziele müsse man alle Bereiche betrachten, forderte der Geschäftsführer MITNETZ Strom, Dr. Adolf Schweer. Ebenso müssten Innovationen weiterentwickelt werden bis sie marktreif sind, ergänzte Arne Köhler, Leiter des Kraftwerkes Schkopau. Überdies gäbe es mit dem europäischen Emissionshandel ein gutes System, bei dem die CO2-Zertifikate so bemessen seien, dass die deutschen Klimaziele bis 2050 erreicht werden, so der Kraftwerksleiter weiter.

Zurück zur Übersicht