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Informationen zum Klimacamp

Aktuelles

​​Kohlegegner blockierten Bandanlage im Tagebau

Bandanlage wieder angefahren

Zeitz/Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Die Polizei hat am 4. August 2018, gegen 8 Uhr fünf Teilnehmer des Klimacamps, die sich in den Morgenstunden an einen Gurtbandförderer (Bandanlage) im Tagebau Vereinigtes Schleenhain gekettet hatten, entfernt und in Gewahrsam genommen. Es kam zu keinen Personenschäden. MIBRAG hat die Bandanlage wieder in Betrieb genommen.

 

MIBRAG erstattet Strafanzeige (Anzeige nach § 316b - Störung öffentlicher Betriebe).

 

Hintergrund Gurtbandförderer: In modernen Braunkohlentagebauen werden Abraum und Kohle auf Gurtbandförderern transportiert. Die Bandsysteme bestehen aus stationären und rückbaren Bandanlagen und stellen die durchgehende Massenförderung vom Gewinnungsgerät bis zu Kippe beziehungsweise Kohlemisch- und Stapelplatz sicher. Dafür sind in den Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain Bandanlagen mit einer Gesamtlänge von jeweils rund 35 Kilometern installiert. Die Anlagen sind mit Stahlseilfördergurten belegt, deren Breite zwischen 1,6 oder 2 Meter beträgt. Die Gurte laufen auf Tragrollen und bewegen sich mit Geschwindigkeiten bis etwa 25 Kilometer je Stunde.

Ansprechpartnerin für die Medien 

Sylvia Werner
Pressesprecherin
Telefon 03441 684612
E-Mail presse@mibrag.de

Für fairen Dialog und respektvollen Umgang 

Vom 28. Juli bis 5. August 2018 findet in Pödelwitz, in unmittelbarer Nähe des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain, ein Klimacamp statt. Es werden etwa 1.000 Teilnehmer erwartet. MIBRAG ist offen für einen fairen Dialog und respektiert die Meinungen anderer. In einem Sicherheitsmerkblatt und einem Video, die den Organisatoren des Klimacamps überreicht wurden, weisen wir ausdrücklich auf die Gefahren durch unbefugtes Betreten unseres Betriebsgeländes hin.

Mehr Informationen

Infoblatt Sicherheit

Sicherheit hat oberste Priorität.

 

Gemeinsame Erklärung

Den Veranstaltern des Klimacamps (KIB e.V., Degrowth und Bürgerinitiative Pro Pödelwitz), der Stadt Groitzsch, MIBRAG und IG BCE liegt eine gemeinsame Erklärung zum fairen und respektvollen Meinungsaustausch vor. Unterschrieben haben MIBRAG, IG BCE und die Stadt Groitzsch.

Gemeinsame Erklärung


Betreten des Gefahrenbereiches verboten – Lebensgefahr – Brechende Böschungen

3. August 2018

Reger Austausch und Diskussionen am gemeinsamen Stand von IG BCE und MIBRAG mit Teilnehmern des Klimacamps und den Medien.

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Territorien von MIBRAG sind zum Schutz mit Zäunen, Erdwällen oder Schranken  umfriedet und mit entsprechender Beschilderung, die vor einem Betreten warnt, eindeutig gekennzeichnet.

Häufige Fragen

Warum ist die Mehrzahl der Pödelwitzer bereits umgesiedelt?

Im Spätsommer 2009 signalisierte ein Großteil der Einwohner von Pödelwitz, dass sie unter Berücksichtigung der Entwicklung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain eine Umsiedlung bevorzugen würden. Daraufhin begann unter externer Moderation ein umfassender Dialog zwischen der Stadt Groitzsch, den Pödelwitzern und MIBRAG. Im Ergebnis sprachen sich 90 Prozent der 130 Einwohner von Pödelwitz für eine Umsiedlung aus.

Am 16. November 2012 unterzeichneten die Stadt Groitzsch und MIBRAG den Grundlagenvertrag zur Umsiedlung von Pödelwitz sowie einen Nachbarschaftsvertrag. Damit wurden die Voraussetzungen für die freiwillige Umsiedlung geschaffen. Das Recht zum Abbau wird MIBRAG erst mit der Fortschreibung des Rahmenbetriebsplans und dem dann folgenden Hauptbetriebsplan erlangen.

Bis heute haben 86 Prozent der Eigentümerhaushalte einen Kaufvertrag mit MIBRAG geschlossen.

Was unternimmt MIBRAG im Genehmigungsverfahren zur Fortschreibung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain?

MIBRAG bereitet sich derzeit auf die Fortschreibung des bestehenden Rahmenbetriebsplans des Tagebaus Vereinigtes Schleehain mit den Abbaufeldern Schleenhain, Peres und Groitzscher Dreieck vor.

Ein erster Schritt dazu ist die Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU), die alle zu bewertenden Schutzgüter wie Menschen, Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft und Kulturgüter erfasst. Die UVU ist ein integrierter Bestandteil des Rahmenbetriebsplans. Erst nach Abschluss der UVU, der Erstellung des Rahmenbetriebsplans und der Einreichung des Antrags beim Sächsischen Oberbergamt beginnt ein umfangreiches bergrechtliches Planfeststellungsverfahren (Zulassungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung).

Zum Gegenstand des Antrages gehören unter anderem die Gestaltung und Aufnahme des Neukieritzscher Sees in die Bergbaufolgelandschaft, die Erweiterung der Rahmenbetriebsplangrenze zur Inanspruchnahme der Ortslage Pödelwitz und die endgültige Abwägung zur Inanspruchnahme der im Braunkohlenplan als Vorbehaltsgebiet ausgewiesenen Ortslage Obertitz.

Aktueller Stand: Beginn der UVU, welche die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung von Auswirkungen des Vorhabens auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kultur- und Sachgüter sowie die Wechselwirkungen zwischen diesen umfasst. Dafür werden entsprechende Gutachten angefertigt.

Maßnahmen für 2018 (Auszug): Naturschutzrechtliche Bestandserfassungen, FFH/SPA Vorprüfungen (Auswirkung auf nationale und europäische Naturschutzgebiete), Fachprüfung Artenschutz, Lärm- und Staubprognosen, Limnologische Gutachten für die Restseen, Prognosen des ökologischen Zustandes der Restseen und der Fließgewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie.