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Energiepolitik

Braunkohle ist der einzige heimische Energieträger, der in ausreichend verfügbarer Menge langfristig, subventionsfrei und bezahlbar bereitgestellt werden kann. Mit einer Fördermenge von mehr als 170 Mio. Tonnen im Jahr (2017) ist die Braunkohle zu 38 Prozent an der Primärenergiegewinnung im Inland beteiligt. Sie ist damit der wichtigste heimische Energieträger.

Jede vierte in Deutschland hergestellte Kilowattstunde Strom stammt aus heimischer Braunkohle. Mit der in 2011 durch die Bundesregierung getroffenen Entscheidung über einen kompletten Umbau der Energiewirtschaft wurden die Laufzeiten der nationalen Atomkraftwerke gekürzt und der Ausbau der regenerativen Energien gestärkt. Die Umgestaltung der Erzeugungsstrukturen ist eine Herausforderung für alle. Die heimische Braunkohle unterstützt diesen Prozess als verantwortungsvoller Partner unabhängig von Tages- und Jahreszeit.

Der Erfolg der Energiewende hängt wesentlich davon ab, ob es gelingt, alle Energieträger und Technologien einzubeziehen und ideologiefrei zu betrachten. Deutschland benötigt als erfolgreiches Industrieland eine zuverlässige, bezahlbare und umweltgerechte Versorgung mit Energie. Die Braunkohle kann dazu noch viele Jahrzehnte unter den weltweit höchsten Sozial- und Umweltstandards ihren Beitrag leisten.

MIBRAG versorgt kontinuierlich und stabil jährlich mit bis zu 20 Millionen Tonnen Rohbraunkohle verschiedene Energieversorger sowie unter anderem zwei der modernsten Kraftwerke: Schkopau (Sachsen-Anhalt) und Lippendorf (Sachsen). MIBRAG übernimmt damit eine bedeutende Rolle für die sichere Strom- und Wärmeversorgung in der Region und trägt zur Systemstabilität und Versorgungssicherheit bei. In Mitteldeutschland lagern geologische Vorräte von zirka zehn Milliarden Tonnen Braunkohle, in Deutschland insgesamt sind es etwa 77 Milliarden Tonnen. Der in der aktuellen Klimadebatte in Misskredit geratene Rohstoff hat das Potenzial, mittels Einsatz neuer Technologien und effizienterer Anlagen seinen Platz auch in der Zukunft zu behaupten.

Für eine ausgewogene Energiewende. MIBRAG informiert. (Download-PDF)

Mehr Informationen:

Erwartungen an die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung"

Die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" hat den komplexen und anspruchsvollen Auftrag, in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen Wachstum und Beschäftigung sicherzustellen. Dabei müssen Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit der Energieversorgung, Klimaschutz und Wertschöpfung gleichermaßen berücksichtigt werden. Bevor über die Zukunft der Kohleverstromung entschieden werden kann, muss die Kommission eine Eröffnungsbilanz und ergebnisoffene Folgenabschätzung vornehmen. Erst auf dieser Basis kann über den Weg, wie klimapolitische Ziele zu erreichen sind, diskutiert werden. Ein überhasteter Ausstieg aus der Kohle führt nach heutigen Erkenntnissen zu Engpässen in der Versorgung, zu wettbewerbsschädigenden Strompreissteigerungen und zu Strukturbrüchen in den Regionen. Das Ziel der Kommission muss es sein, tragfähige Alternativen für Industriearbeitsplätze zu organisieren. Ordnungspolitische Eingriffe in funktionierende Wertschöpfungsketten ohne dass Alternativen vorhanden sind, muss die Politik verantworten. Ein schrittweiser Veränderungsprozess bedarf einer langfristigen und umfassenden Unterstützung der betroffenen Regionen.

Dazu Prof. Dr. Thomas Brockmeier,     Hauptgeschäftsführer IHK Halle-Dessau:

„Kurz- oder mittelfristig kann es einen gleichwertigen Ersatz für die wirtschaftliche Nutzung der Braunkohle deshalb nicht geben, weil die mit der Braunkohlenutzung verbundene Wertschöpfung sehr hoch ist. Die durchschnittliche Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen im Bergbau in Sachsen und Sachsen-Anhalt beträgt eine beachtlich hohe sechsstellige Summe pro Jahr, die Höhe des durchschnittlichen Bruttolohns beinahe 50.000 Euro jährlich. Mit einfachen Dienstleistungen oder anderen Alternativen auf Knopfdruck lassen sich solche Beträge niemals erzielen. Allein die betrieblichen Investitionen im Kohlenbergbau in Deutschland liegen im Durchschnitt der letzten Jahre bei knapp 600 Millionen Euro – pro Jahr, wohlgemerkt. Gemessen daran würden die 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung für den Strukturwandel in den vier betroffenen Braunkohleregionen in Aussicht stellt, nicht einmal die Investitionen der Tagebaubetriebe von drei Jahren ersetzen können. Die Politik sollte sich möglichst rasch und möglichst gründlich von der Vorstellung freimachen, sie könne hier mit ein oder zwei Milliarden Euro Strukturpolitik betreiben. Das wird nichts. Die Strukturpolitik im Revier an Rhein und Ruhr in Nordrhein-Westfalen liefert Anschauungsmaterial genug: Dort hat man über Jahrzehnte richtig viel Geld in die Hand genommen, um eine zuvor getroffene bildungs- und strukturpolitische Grundsatzentscheidung in die Tat umzusetzen. Die Universitätsgründungen in Duisburg, Bochum, Essen und Dortmund etwa dokumentieren dies eindrucksvoll. Die Ingredienzen zukunftsweisender Strukturpolitik sind: politischer Mut und Entscheidungsfreude, viel Geld und langer Atem. Klotzen, nicht kleckern –
darum geht´s!“