Technische Machbarkeitsuntersuchung abgeschlossen
Qualität und Quantität der Braunkohlenlagerstätte bei Lützen entsprechen den Erwartungen der MIBRAG
Theißen. „Die detaillierten Erkenntnisse über Qualität und Quantität des Braunkohlenvorkommens bei Lützen sind wichtige Bausteine für die Zukunft der MIBRAG und der mitteldeutschen Region“, so Dr. Joachim Geisler, Vorsitzender der Geschäftsführung der MIBRAG, zum Abschluss der Erkundungsbohrungen vor Ort. Mit insgesamt 135 Bohrungen, bei denen mehr als 9.000 Bohrmeter niedergebracht wurden, schloss das Bergbauunternehmen die technische Machbarkeitsuntersuchung der Braunkohlenlagerstätte in der Verwaltungsgemeinschaft Lützen-Wiesengrund ab. Sie ist wichtige Voraussetzung zur Realisierung des Kraftwerksprojektes am Standort Profen oder für eine stoffliche Verwertung.Nach dem gegenwärtigen Auswertungsstand der Erkundungsdaten kann bereits festgestellt werden, dass sich die Erwartungen der MIBRAG erfüllt haben. Die Braunkohlenlagerstätte bei Lützen weist vergleichbare Parameter in Bezug auf Ablagerungsverhältnisse und Qualitäten anderer Abbaufelder im mitteldeutschen Revier auf.
Aus den 135 Erkundungsbohrungen wurden etwa 1.600 Meter Bohrkerne für 2.765 Einzelproben gewonnen, die auf durchschnittlich 28 Parameter analysiert wurden. Insgesamt wurden 82.800 Einzelparameter untersucht. Interessant sind neben dem Heizwert, Wasser-, Asche- und Schwefelgehalt vor allem auftretende Spurenelemente sowie die Aschezusammensetzung. Die aktuellen Ergebnisse bilden in Verbindung mit den Erkenntnissen früherer Erkundungen die Grundlage für ein umfassendes Lagerstättenmodell, welches die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse sowie die Rohstoffqualitäten abbildet.
Seit Sommer 2006 erkundete das Bergbauunternehmen die Lagerstätte bei Lützen. In der ersten Etappe wurden südlich der A 38 insgesamt 99 Bohrungen ausgeführt. In der zweiten Etappe nördlich der Autobahn konnten weitere 36 Bohrungen durchgeführt werden. Außerdem wurden in den vergangenen Monaten einzelne weitere Bohrungen im Umfeld des Erkundungsbereiches zur Untersuchung der hydrogeologischen Verhältnisse gesetzt.
Die MIBRAG dankt den Bewohnern in der Verwaltungsgemeinschaft Lützen-Wiesengrund für ihre Mitarbeit, das Verständnis und die kritische Begleitung der Erkundungsarbeiten. Die Einleitung eines Genehmigungsverfahrens für den Abbau der Lagerstätte ist abhängig vom einem gesicherten Absatz der Kohle. Das Unternehmen wird die Bewohner weiter über die nächsten Schritte informieren.
Theißen, 18. Dezember 2009

